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Fünf Tor Modell

Die Methodik

Die Fünf-Tore-Methodik ist ein integrativer psychotherapeutischer Ansatz, der den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet.
Sie geht davon aus, dass psychische Belastungen nicht isoliert entstehen, sondern sich auf verschiedenen Ebenen zeigen: körperlich, emotional, mental, energetisch und essenziell.

Erfahrungen aus der Lebensgeschichte – insbesondere belastende oder überwältigende Erlebnisse – können sich auf diesen Ebenen festsetzen. Gerät eine Ebene aus dem Gleichgewicht, beginnen andere zu kompensieren. So entstehen Symptome, innere Blockaden oder wiederkehrende Muster.

In meiner psychotherapeutischen Arbeit nutze ich fünf Zugänge (Tore), um innere Prozesse verstehbar, spürbar und integrierbar zu machen. Gearbeitet wird aus der Mitte des Kreises – dem Unbewussten – und immer angepasst an das individuelle Anliegen.

Grafik zur Erklärung des Fünf-Tore-Modells in der integrativen Psychotherapie

Die 5 Tore

1. Der körperliche/physische Zugang

Der Körper reagiert oft früher als der Verstand. Spannungen, Atemveränderungen oder körperliche Muster tragen häufig Erfahrungen, die nicht sprachlich verarbeitet wurden.

Methodisch:
Körperorientierte Wahrnehmung, sanfte Bewegungsimpulse, Atemzugänge, Regulation

„Über den Körper kann wieder fühlbar werden, was lange kein Wort hatte.“

2. Der mentale Zugang

Hier werden innere Überzeugungen, Denk- und Schutzmuster sichtbar, die das Erleben unbewusst steuern.

Methodisch:
Psychotherapeutisches Gespräch, Spiegeln, Perspektivwechsel, Arbeit mit inneren Anteilen

„Wenn wir verstehen, welche alten Programme wirken, kann der innere Raum sich neu ordnen.“

3. Der emotionale Zugang

Emotionen, die keinen Raum bekommen, zeigen sich oft indirekt. Dieser Zugang ermöglicht Verarbeitung und Entlastung.

Methodisch:
Emotionswahrnehmung, kreative Ausdrucksformen, atemgestützte emotionale Arbeit

„Gefühle, die Raum bekommen, verlieren ihre Schwere und finden zurück in den Fluss.“

4. Der energetische Zugang

Atem, Spannungszustände und innere Lebendigkeit geben Hinweise auf tieferliegende Dynamiken.

Methodisch:
Ressourcenorientierte Atemarbeit, Regulation des Nervensystems, Harmonisierung

„Über Atem und Energiearbeit entsteht ein neues inneres Gleichgewicht.“

5. Der spirituelle/essenzielle Körper 

Identität, Sinn und innere Ausrichtung

Dieser Zugang betrifft die Frage, wer wir jenseits unserer Symptome, Prägungen und Lebensgeschichten sind.
Hier geht es um innere Werte, Identität, Sinnzusammenhänge und das Erleben von Verbundenheit – mit sich selbst und dem eigenen Leben.

Viele Menschen verlieren im Laufe belastender Erfahrungen den Kontakt zu ihrem inneren Kompass. Der essenzielle Zugang ermöglicht es, diese Verbindung behutsam wiederherzustellen.

Themen auf dieser Ebene:

  • innere Orientierung und Werte

  • Identität und Zugehörigkeit

  • Sinnfragen und Lebensausrichtung

  • intuitive Wahrnehmung und innere Führung

Methodische Arbeit:

  • intuitive Dialogformen und imaginative Zugänge

  • kreative Bild- und Symbolarbeit

  • kunsttherapeutische Impulse (u. a. Osho Art Therapy)

  • Stilleraum und bewusste Präsenz

  • Arbeit mit inneren Archetypen und Ressourcen

Auf dieser Ebene entsteht häufig ein tiefes Erleben von Zusammenhängen und Integration.
Nicht im Sinne von „höherem Wissen“, sondern als ein inneres Verstehen: Ich bin mehr als das, was ich erlebt habe.

Wenn wir uns wieder mit unserer inneren Ausrichtung verbinden, entsteht ein neues Selbstverständnis – getragen, klar und verbunden.

Hier entsteht das Gefühl: „Ich bin mehr als meine Geschichte.“ Es ist der Ort, an dem Integration passiert.

„Wenn wir uns mit unserer inneren Essenz verbinden, entsteht ein neues Selbstverständnis.“

 

Meine Methodik des Fünf Tore Modells findet auch im Yoga seinen Platz.

Körper- und Atemarbeit haben auch im Yoga eine lange Tradition der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen.
In meiner Arbeit nutze ich yogische und atemtherapeutische Elemente gezielt zur Regulation, Stabilisierung und Integration psychotherapeutischer Prozesse.
Dabei geht es nicht um Leistung oder Übungspraxis, sondern um achtsame Wahrnehmung und innere Balance.

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